Worte des Vereinsvorsitzenden

Schön, dass wir Sie als Besucher unserer Website begrüßen dürfen. Das Jahr 2015 war für uns als Verein ein ganz besonderes, denn wir konnten unser 25-jähriges Jubiläum begehen. Zu diesem Anlass möchte ich Ihnen einen Einblick in die Vereinsgeschichte geben.

Am 21.08.1990 wurde unser Verein von Eltern behinderter Kinder, betroffenen Angehörigen und Freunden unter dem Namen  „Lebenshilfe für geistig Behinderte Rotall e.V.“ gegründet. Im Januar selben Jahres erfolgte bereits der Umzug von der damaligen Werkstatt  in der Mörickestraße in Roßlau zum Objekt in Rotall mit der Übernahme von 25 betreuten Mitarbeitern. Doch schon nach wenigen Monaten mussten im Forsthaus und Schloss neue Wohnplätze geschaffen werden. 1991 wurde zusätzlich ein Wohnhaus im Lärchenweg in Roßlau gekauft. Es entstanden 20 neue Wohnheimplätze, die 1992 bezogen wurden. Gleichzeitig stieg der Bedarf an Werkstattplätzen rasant an, so dass wir ursprünglich im sogenannten Forstgarten in Rotall bauen wollten, dieses wurde aber von der Biosphärenreservatsverwaltung abgelehnt.

Rückblickend kann man sagen, dass die Verweigerung des Bauens am Gründungsstandort im Forstgarten von Rotall sich auf die Gesamtentwicklung des Vereins positiv ausgewirkt hat. Mit dem Beschluss, ein Grundstück in Waldesruh in Roßlau zu erwerben, ergaben sich völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitskonzeptionen. Im August 1999 wurden die letzten Arbeiten im Neubau der Werkstatt abgeschlossen und somit eine Kapazität von 120 Werkstattplätzen erreicht.

Ursprünglich hatten wir vor das Gelände in Rotall zu kaufen, dies kam aus unterschiedlichen Gründen nicht zu Stande.  Damit war die Entscheidung gefallen Rotall aufzugeben. Notwendig war der Bau eines neuen Wohnheims, das im Dezember 2002 mit 38 Plätzen fertiggestellt wurde.

Dann kam uns der Zufall zur Hilfe und das ehemalige Hotel Waldhorn wurde ersteigert. Somit konnten wir unsere Betreuten in den oberen Räumlichkeiten unterbringen und in der ehemaligen Gaststätte wurden in mehreren Bauabschnitten 16 Betreuungsplätze für die Fördergruppe geschaffen. Ende des Jahres 2004 fanden auf dem Werkstattgelände Erweiterungen statt, so dass wir 180 Plätze im Werkstattbereich zur Verfügung hatten. Somit fanden dann auch alle restlichen Mitarbeiter aus Rotall einen neuen Arbeitsplatz. Im Jahr 2012 erfolgte auf Beschluss der Vereinsmitglieder die Veränderung des Vereinsnamens in Lebenshilfe Roßlau e. V. 

Aus Kapazitätsgründen waren abermals Erweiterungen in den Bereichen Wohnen und Arbeit erforderlich. Um den weiteren Bedarf an Plätzen im Ambulant Betreuten Wohnen zu decken, wurde im Jahr 2012 ein Wohngebäude in der Feldstraße in Roßlau gekauft. 

Zudem erfolgte Anfang 2013 der Besitzübergang des ehemaligen TTF-Marktes im Kiefernweg 7 in Roßlau an die Lebenshilfe. Hier entstanden ca. 50 Plätze für den Arbeitsbereich. Vor allem können nun dort, unter angepassten Bedingungen, unsere älter gewordenen Mitarbeiter besser betreut werden. Mit der Fertigstellung konnte die Überlastung der Hauptwerkstatt aufgefangen werden.

Dies war nun unsere, doch recht umfangreiche, Vereinsgeschichte. Die Lebenshilfe Roßlau e. V. hat einen rasanten Aufschwung genommen und bietet verschiedene Tätigkeitsbereiche sowie Wohnangebote, über die Sie sich auf den folgenden Seiten informieren können.

Ein Dank gilt all unseren Partnern aus Industrie und Gewerbe, ohne die unsere Lebenshilfe nicht existieren kann. Wir möchten auch in Zukunft eng mit Ihnen zusammenarbeiten und diese Zusammenarbeit noch verstärken. Sehen Sie auch künftig in uns einen verlässlichen Partner.

Ein besonderer Dank gilt natürlich vorrangig unseren betreuten Mitarbeitern sowie allen Angestellten und natürlich der Geschäftsführerin,  die alle zusammen täglich wertvolle Arbeit leisten. Ich glaube, dass alle Mitarbeiter des Vereins sich hier recht wohl fühlen. Einige sind seit vielen Jahren bei uns beschäftigt und gehen in der Regel von hier aus in den Ruhestand. Wir können heute zu Recht stolz auf das gemeinsam Erreichte sein. Lassen Sie mich noch einen Satz aus dem Leitbild der Lebenshilfe Roßlau zitieren:

„Im Mittelpunkt unseres Wirkens steht der Mensch mit Behinderung mit dem Recht auf selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und auf Entwicklung seiner Persönlichkeit.“

Ich hoffe, dass ich mit meinen Worten Ihr Interesse an unserer Arbeit geweckt habe, wünsche Ihnen viel Spaß auf unserer Website und dem Verein für die Zukunft noch viele weitere Jubiläen. 

                                                                                  

Wolfgang Rieck

Vereinsvorsitzender